Einwahldaten Telekom sniffen

Problemstellung

Es sollte ein Router getauscht werden, allerdings lagen die Daten nicht mehr vor. Die beim Provider angefragten Daten waren nicht rechtzeitig per Post gekommen, also musste eine Lösung her. Im Grunde gab es zwei Ansätze:

  • Nochmal bei der Hotline anrufen, AnschlussinhaberIn dabei zur Identifizierung und das fehlende Puzzlestück erfragen. Je nach Provider immer etwas sehr lästig
  • Im Netz kursierte zu den älteren Speedports eine Anleitung, wie sich die Daten auch im Paketmitschnitt auslesen ließen

Problemlösung

Ich drücke mich persönlich gerne um jeden Anruf (besonders bei Hotlines), den ich anders lösen könnte -> Option 2 probieren. Auf Chip.de steht beschrieben, wie dies geht. Hier meine etwas abgewandelte Variante:

  • Einloggen via http://<routerIP>
  • Internetverbindung trennen
  • auf http://<routerIP>/html/capture.html den Mitschnitt auf dem WAN-Port oder Internet-Anschluss starten
  • Internetverbindung wieder aufbauen und den Mitschnitt kurz drauf wieder stoppen
  • Die Datei in Wireshark öffnen (portable Version reicht)
  • Nach „Authenticate-Request“ oder „Authenticate Request“ suchen

In einem der Protokolle findet man dann unter den Daten:

  • Peer-ID-Length : 40
  • Peer-ID : <Verbindungs ID><AnschlussNr><Teilnehmer>@t-online.de
  • Password-Length: 8
  • Password: <persönliches Passwort>

Schaut man sich die weiteren Pakete dann auch noch an, so bekommt man auch noch die Telefonnummern etc., alles in Klartext mit. Der Rest ist dann recht einfach: Für den Speedport kam nun eine Fritzbox -> Daten dort rein, Telefonnummern angeben, Anschlüsse den Nummern zuordnen, fertig.

Es ist erschreckend, dass so manch ein Router noch Klartext Einwahldaten verschickt und man sich anscheinend nicht die Mühe gemacht hat, irgendetwas zu verschlüsseln.

FN-Key-Lock

Eher zufällig passiert: Unter Ubuntu die FN+ESC-Taste gleichzeitig gedrückt, seit dem musste ich die FN-Taste drücken um auf die F1- bis F12-Tasten in ursprünglicher Belegung nutzen zu können.
Der sogenannte FN-Key-Lock kann mit gleichzeitig gedrückter FN- und ESC-Taste aktiviert als auch deaktiviert werden. Wenn aus Gründen die F-Tasten nicht/wenig genutzt werden, dafür aber die Funktionen wie Lautstärke, Helligkeit, …, dann kann die Umschaltung sinnvoll sein.

Das ganze funktioniert im übrigen nicht nur unter Linux, sondern auch wohl unter Windows (ungetestet!).

Marcos in Office durch aufnehmen?

Soll ich, oder besser nicht?

Schickt sich das, als Entwickler für ein Macro wirklich den Aufnahme-Button zu nutzen? Warum denn eigentlich nicht? Es ist ja immerhin nicht gleich das Endergebnis, oder? Es geht doch manchmal nur darum schnell mal einen groben Ansatz zu haben, oder nicht wieder länger nach Funktionen und deren Verwendungsmöglichkeiten zu googlen. Mit wenigen klicks kann wenigstens schon mal der grobe Rahmen erzeugt werden.

Aufgezeichnet und dann?

Das ist eben der spannende Teil: Die Aufzeichnung ist beispielsweise in Excel schnell mal 20-30 Zeilen lang und oft absolut zu einer Zelle bezogen. Nun beginnt das filtern:

  • Was muss denn wirklich sein?
  • Welcher Bezug macht Sinn? Relativ zur Selektion, absolut zu einer Spalte, ein mix?
  • Wie geht’s nun daraus weiter?
  • Welche möglichen Fehleingaben und Fehlinterpretationen sollen abgefangen werden?

Führt das immer schneller ans Ziel?

Das sicherlich nicht, denn existieren vielleicht schon fast fertige Funktionen, die nur noch modifiziert werden müssen, bringt die Aufzeichnung meist nur mehr Chaos in die Lösung. Aber auch da: es gibt kein Schwarz oder Weiß: Fehlt ein Puzzlestück, eine Funktion, dann ist’s manchmal hilfreich sich anzusehen, was Office selbst bauen würde. Man muss es ja nicht zwingend auch übernehmen…